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SUSBOARD

Das SUSBOARD Projekt ist ein von der EU finanziertes Forschungs- und Innovationsprojekt, das einen kostengünstigen, nachhaltigen und zu 100% biobasierten Klebstoff für industrielle Holzwerkstoffplatten für die Möbelindustrie entwickelt.

SUSBOARD – Biobased adhesives for sustainable wood-based boards

Projektziele & Inhalte:

Die Herstellung von Holzwerkstoffen ist ein wichtiger Industriezweig in der EU: Jährlich werden in Europa etwa 40 Millionen m³ Spanplatten (PB) und 20 Millionen m³ mitteldichte Faserplatten (MDF) unter Verwendung von etwa 5 Millionen Tonnen fossiler Klebstoffe hergestellt. Um die Klimaauswirkungen dieser Produkte zu verringern, ist es notwendig, fossile Chemikalien in diesen Klebstoffen zu ersetzen. Darüber hinaus enthalten die meisten der derzeit verwendeten Klebstoffe Formaldehyd, einen krebserregenden Stoff.

In SUSBOARD arbeiten Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette von nachwachsenden Rohstofflieferanten bis hin zu Möbelproduzenten zusammen, um einen zu 100% biobasierten, formaldehydfreien, technisch und wirtschaftlich rentablen Klebstoff marktreif zu machen. Die Klebstoffentwicklung basiert auf Kohlenhydratsirupen, einem in Europa breit verfügbaren, kostengünstigen und nachhaltigen Rohstoff. Im Vorgängerprojekt SusBind wurde bereits ein Klebstoff entwickelt, der zu über 80% aus nachwachsenden Rohstoffen bestand und in hochwertigen Holzwerkstoffplatten erprobt wurde. Allerdings enthielt dieses System noch eine fossile Amin-Komponente, die maßgeblich zum CO2-Fußabdruck beitrug. Im Rahmen von Susboard wird diese fossile Komponente durch biobasiertes Polylysin ersetzt und ein 100% biobasierter und formaldehydfreier Klebstoff entwickelt. Dieses neue Klebstoffsystem zeigte in Vorversuchen vielversprechende Ergebnisse und übertraf den SusBind-Klebstoff in Bezug auf die Festigkeitsentwicklung. Die Klebstoffproduktion wird auf mehrere Tonnen skaliert. Das System wird sowohl im Labor- als auch im industriellen Maßstab in zwei Anwendungen getestet:  der Herstellung von PB und MDF. Das SUSBOARD-Konsortium wird die technische und qualitätsbezogene Leistung des Klebstoffs in der industriellen Plattenproduktion sowie die Plattenqualität für die Weiterverarbeitung und Möbelproduktion validieren. Das gesamte Projekt wird von einer SSbD-Analyse begleitet, um die Nachhaltigkeit sicherzustellen und die geringeren Auswirkungen des neuen Klebstoffs auf die Umwelt (bis zu 30% geringerer CO2-Fußabdruck) und die menschliche Gesundheit nachzuweisen.  Das Projekt profitiert von den Ergebnissen und Erfahrungen aus SusBind und verbindet diese mit der Kompetenz von BASF, den Holzwerkstoffproduzenten (Sonae, KEAS), sowie den wissenschaftlichen Partnern (Wood K plus, IHD) und weiteren Organisationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Wood K plus ist für die wissenschaftliche Koordination des SUSBOARD-Projekts verantwortlich und arbeitet aktiv an allen Arbeitspaketen (WP) mit. Wood K plus leitet das WP1 zur Entwicklung von Klebstoffformulierungen und das WP2 zur Definition optimierter Laborparameter für die Herstellung von PB, MDF und anderen geeigneten Anwendungen. Wood K plus unterstützt auch die SSbD-Analyse und wird für die Durchführung der ökologischen und sozioökonomischen Bewertung der SUSBOARD-Komponenten verantwortlich sein.

Lead Partner:

Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH, BOKU, Institut für Holztechnologie und nachwachsende Rohstoffe

Projektleitung:

RTDS
Ansprechpartner von Wood K plus: Dr. Erik van Herwijnen

Projektpartner

Cargill Deutschland GmbH (Deutschland), BASF SE (Deutschland), Sonae Arauco Portugal SA (Portugal), Kastamonu Entegre Agac Sanayi Ve Ticaret Anonim Sirketi (KEAS) (Türkei), Balorman Int (Türkei), Saréco Deutschland GmbH (Deutschland)

Projektlaufzeit:

Juni 2025 – Mai 2029

Projektbudget:

EUR 9.062.000,00

Förderprogramm / Projekt ID:

HORIZON-JU-CBE-2024-IA-06 / 10.3030/101213812

Finanzierung:

Das Projekt wird finanziert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der CBE JU wider. Weder die Europäische Union noch die CBE JU können dafür verantwortlich gemacht werden.

Weiterführende Informationen:

Logo_EC-H2020_Circular Bio-based Europe Joint Undertaking - CBE_quad
Logo_Biobased consortium_quad
Logo_Interreg_quad_de
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