Projekt HARDIS - "Mechanische Zerteilung von Laubholz

    

 

Projekt HARDIS – „Mechanische Zerteilung von Laubholz“

 

Projektbeschreibung und Projektziele

In der Holzindustrie basiert ein wesentlicher Teil der Verarbeitungsprozesse, von der Rundholzverarbeitung bis hin zur Oberflächenveredelung, auf der mechanischen Zerteilung. Steigende Anforderungen an Prozess- und Ressourceneffizienz führen dazu, dass neben dem eigentlichen Produkt auch die anfallenden Späne gewisse Eigenschaften aufweisen müssen, um in weiterer Folge als Rohstoff für die Holzwerkstoffindustrie (Spanplatte, OSB, MDF,…) Verwendung finden zu können. Aufgrund der Komplexität des Werkstoffes und der hohen Geschwindigkeiten ist das Verständnis von Zerteilungsprozessen bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Dieses mangelnde Grundlagenwissen führt wiederum zu Problemen bei der wissensbasierten Entwicklung neuer Werkzeuge sowie der Prozessoptimierung. Eine weitere Herausforderung ergibt sich dadurch, dass Werkzeuge und Prozesse vornehmlich auf die Verarbeitung von Nadelholz ausgelegt sind. Aufgrund klimatischer Veränderungen und eines daraus resultierenden Umbaus des Waldes ist jedoch bereits jetzt mit einem verstärkten Laubholzangebot zu rechnen. Somit stehen die Holzindustrie und das holzverarbeitende Gewerbe vor der großen Herausforderung, den sich ändernden Werkstoffeigenschaften rechtzeitig entgegenzutreten.

Ziel des Projekts HARDIS ist es daher, Grundlagen im Bereich der Zerspanung von Laubholz zu schaffen. Im Zuge des Projekts wird ein neuartiger Messstand entwickelt, mit dessen Hilfe Schnittkräfte und Deformationsverhalten bei Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 100 m/s untersucht werden können. Diese Daten liefern wiederum die Grundlage zur Entwicklung eines FEM Modells. Durch Kombination der Messdaten, Simulation mittels FEM und Untersuchung der Versagensmechanismen soll ein ganzheitliches Verständnis des Zerspanungsprozesses geschaffen und der Schnittprozess mittels physikalisch determinierter Modelle beschreibbar gemacht werden.

Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den interdisziplinären Ansatz wird das Projekt dazu beitragen, den bisher iterativen Prozess der Technologieentwicklung auf eine wissensbasierte Ebene zu heben.

 

Förderprogramm
Interreg V-A Österreich-Tschechien 2014-2020

 

Projekt-ID
ATCZ21

 

Laufzeit
Juli 2017 – Juni 2020

 

Lead Partner
Mendel Universität, Brünn – Department of Wood Science, Faculty of Forestry and Wood Technology

 

Projektpartner
Kompetenzzentrum Holz GmbH – Forschungsbereich Massivholz und Holzverbundwerkstoffe (WMT), Tulln

 

Projektleitung:
Stephan Frömel-Frybort

 

Das Projekt HARDIS – „Mechanische Zerteilung von Laubholz“ (ATCZ21) – wird aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Österreich-Tschechische Republik 2014-2020 sowie aus Mitteln des Landes Niederösterreich finanziert.

 

Nähere Informationen zum Programm Interreg V-A Österreich-Tschechische Republik 2014-2020 finden Sie unter:

www.at-cz.eu

 

Für Informationen zum Projekt HARDIS besuchen Sie die Projekt-Website unter: www.at-cz.eu/hardis